Schmierstoffentwicklung im Wandel

Der 5. GETLUB Internationaler Tribologie- und Schmierstoffkongress blickt in die Zukunft der Schmierung von Antriebssträngen

  • 110 Teilnehmer aus 6 Ländern
  • Mobilitätswende verändert Schmierstoffbranche
  • Elektromobilität schafft neue Herausforderungen

Frankfurt am Main/Hamburg, 14.11.2018: Rund 110 Schmierstoffexperten aus Industrie und Wissenschaft kamen zum fünften Tribologie- und Schmierstoffkongress GETLUB der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA). Das zentrale Thema der Veranstaltung am 6. und 7. September in Hamburg war die optimale Schmierung von Antriebssträngen. Diese ist von essentieller Bedeutung für die Entwicklung und für den reibungsarmen sowie schadensfreien Betrieb von Getrieben. GETLUB hat sich erstmalig auch dem internationalen Publikum geöffnet und dem Thema Elektromobilität eine eigene Vortragssession gewidmet.

Schmierstoffentwicklung im Wandel

Eröffnet wurde der Kongress mit Vorträgen zur Zukunft des Antriebs und dem damit verbundenen Wandel in der Schmierstoffentwicklung. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Auswirkungen die Mobilitätswende auf die Schmierung von Antrieben und die Schmierstoffbranche hat. In seinem Eröffnungsvortrag „Die Zukunft des Antriebsstrangs im Spannungsfeld der Energie- und Transport-Transition“ skizzierte Dr. Wolfgang Warnecke, Chief Scientist Mobility von Shell Global Solutions Deutschland GmbH, den Pfad hin zu einer Welt mit emissionsfreien Antrieben und wagte einen Blick in die Zukunft der Kraftstoffalternativen für die einzelnen Transportsegmente.

Warnecke ist sich sicher: „Wir müssen uns auf eine absolut emissionsfreie Mobilität einstellen. Das hat auch tiefgreifende Auswirkungen für die Schmierstoffbranche. GETLUB bringt die führenden internationalen Fachleute aus Industrie und Wissenschaft zusammen, um die Zukunftsfragen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.“

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität verändern die Schmierstoffbranche

Dr. Lutz Lindemann, Vorstandsmitglied der Fuchs Petrolub S.E und Mitglied des FVA-Vorstandes beschrieb in seinem Keynote-Vortrag detailliert die Auswirkungen der Trends Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität auf die Entwicklung von Schmierstoffen und betonte die Bedeutung von Netzwerken und Gemeinschaftsforschung: „Der diesjährige GETLUB-Kongress war eine gelungene Veranstaltung, die viele neue Themen beleuchtet hat. Zunehmend rücken neue technologische Herausforderungen wie die E-Mobility oder Fragen um die Digitalisierung in den Vordergrund, die auch auf die Schmierstoffbranche bedeutende Auswirkungen haben. Die Diskussionen unter den Teilnehmern sind dabei ein wesentliches Element. Sie geben neue Impulse und Anregungen für Projekte und befruchten die Ideenlandschaft der FVA im Hinblick auf Zukunftsthemen. Dieses einmalige Netzwerk macht die FVA zu einer starken Forschungsgemeinschaft, die bei den neuen Themen immer vorn dabei ist.“

Insgesamt vier Themenschwerpunkte boten den rund 110 Teilnehmern ein breites Spektrum an Vorträgen aus Industrie und Wissenschaft, rund ein Drittel der 21 Vorträge präsentierte aktuelle Forschungsthemen aus dem FVA-Netzwerk. Die Themenschwerpunkte behandelten die Bereiche Schmierstoffeinfluss bei Fertigung und Betrieb, die Schmierung von Getriebeanwendungen, Elektromobilität, Schmierstoffüberwachung/Spezifikation und Richtlinien, Schmierung und Schmierstoffentwicklung.

Gemeinschaftsforschung fördert Fortschritt

Der Schmierstoff als Konstruktionselement findet eine sehr breite und intensive Aufmerksamkeit in der Forschungs- und Entwicklungslandschaft. Die technisch-wissenschaftliche Breite der Vorträge spiegelt die Komplexität wider, die aus der Interdisziplinarität von tribologischen Fragestellungen erwächst. Das leistungsstarke FVA-Netzwerk bietet mit dem GETLUB-Kongress eine Plattform, um die Fragestellungen rund um die Tribologie gemeinsam zu diskutieren und neue Erkenntnisse für die Anwendungen in der Praxis zu gewinnen. „Die zukünftigen Veränderungen und Herausforderungen wie neue Technologien, neue Werkstoffe, die Nachhaltigkeit von Produkten, Digitalisierung und Elektromobilität erfordern neue Lösungen. Die FVA bietet hierzu mit ihrem Forschungs- und Industrienetzwerk hervorragende Möglichkeiten im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung“, sagt Christian Kunze, stellvertretender Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA). Seit ihrer Gründung im Jahr 1968 hat die FVA bereits über 400 Projekte zum Thema Schmierung in der Antriebstechnik betreut und so den Fortschritt der Branche sowie Innovationen in den Mitgliedsunternehmen befördert.

Über die FVA

Die FVA (Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V.) ist das weltweit erfolgreichste und größte Forschungs- und Innovationsnetzwerk in der Antriebstechnik. Aktuell betreut die FVA rund 220 laufende Forschungsprojekte und bringt damit tausende von Industrieexperten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit den besten Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen der Antriebstechnik zusammen. Diese Form der industriellen Gemeinschaftsforschung liefert die Basis für Produktinnovationen der über 200 FVA-Mitglieder. So schafft die FVA ein weltweit einmaliges Expertennetzwerk, mit Mehrwert für alle Beteiligten. Über 1700 Projekte mit einem Finanzvolumen von mehr als 230 Millionen Euro hat die FVA in den vergangenen 50 Jahren durchgeführt. www.fva-net.de

Fotos

  • GETLUB 2018 (J-R. Lippels © FVA)
  • Dr. Wolfgang Warnecke, Chief Scientist Mobility Shell Global Solutions Deutschland GmbH (J-R. Lippels © FVA)
  • Dr. Lutz Lindemann, Vorstandsmitglied der Fuchs Petrolub S.E und Mitglied des FVA-Vorstandes (J-R. Lippels © FVA)
  • Christian Kunze, stellv. Geschäftsführer der FVA (J-R. Lippels ©

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Pressekontakt  

Bernard Rensinghoff
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. (FVA)

Telefon 069/6603-1864

E-Mail: bernard.rensinghoff(at)vdma.org

Impressionen

Mit freundlicher Unterstützung von:

GETLUB ist eine Veranstaltung von:

6.-7. November 2018 in Hamburg
Eine Veranstaltung der FVA